Mittwoch, 31.Oktober.2018 bis 23.12.2018
Ausstellung
DIE ERINNERUNG LÄUFT RÜCKWÄRTS
Helmut Hahn. Vom Bühnenbildner zum Textilkünstler

Die Ausstellung blickt retrospektiv auf das Werk Helmut Hahns und seine Anfänge als Bühnenbildner. Ein großer Teil seines Oeuvres gehört seit 1989 zur Sammlung des Museums Zons.

Anlässlich des bevorstehenden 30-jährigen Sammlungsjubiläums wird ein Blick auf Hahns künstlerische Anfänge geworfen: Schon als Kind faszinierte ihn die Bühne und das Schauspiel als Ort der Inszenierung und Wirklichkeitsveränderung.
Nicht nur eine begonnene Karriere als Bühnenassistent, sondern vor allem zahlreiche Entwürfe für Bühnenbilder sowie klassische Kostüme zeugen von einer Begeisterung für das Theater.

Die berufliche Laufbahn hinter der Bühne führte er nicht fort. Hahn wurde zu einem renommierten und äußerst vielfältigen Künstler. Er schuf textile Arbeiten, Zeichnungen, Gemälde, Collagen, Assemblagen, Fotografien, Faltobjekte, Tapetenentwürfe und vieles mehr.

Doch das Gesamtwerk des Anfang 2017 verstorbenen Künstlers lässt immer wieder Anklänge an die frühe Phase als Bühnenbildner erkennen, die in der Ausstellung dargestellt werden und so die Entwicklung des Künstlers Helmut Hahn zum Textildesigner aufzeigen.

Die Ausstellung wird durch Installationen der Bühnenbildnerin Miriam Möller-Wieland ergänzt, die die Theaterentwürfe Hahns anschaulich und lebendig werden lassen.


Freitag, 6.Oktober.2017
seit dem 6.10. zu sehen: Die Neukonzeption der Dauerausstellung!
ZINN UND GLAS - WIE SCHÖN IST DAS!

Zinn und Glas – eine im Jugendstil kaum wegzudenkende Begegnung zweier Materialien, die in unterschiedlichster Kombination in der Gestaltung zahlreicher Objekte Anwendung fanden.

Bei sogenannter „Fassware“ ersetzt das Glas (oder auch Keramik) Teile des Metalls, etwa als Einsatz bei Vasen, Jardinieren, Schalen oder Tintenfässern. Neben dem rein funktionalen Aspekt verleiht diese Verbindung dem Zinn eine größere Leichtigkeit, nimmt ihm die kompakte Schwere und erlaubt ein größeres Spiel mit der Linie. Das Glas, häufig handelte es sich um (geschliffenes) Kristallglas, tritt bei diesen Entwürfen zugunsten des Metallentwurfs zurück.

Bei anderen Ausführungen, wie der Firma Orivit, Köln, präsentieren sich Glas und Zinn in gleichwertiger oder sogar umgekehrter Kombination: Kunstvolle Bunt-, Kristall- oder Überfanggläser werden vom oft vergoldeten Zinn in filigranen Linien gleichsam umarmt. Bei einigen Objekten rückt das Metall fast ganz in den Hintergrund und bildet lediglich den Boden oder die Henkel.

Ergänzend in der Ausstellung präsentiert werden auch Zinnobjekte mit Emailledekor, darunter Objekte von Archibald Knox für Liberty & Co., London. Die strahlende Farbigkeit des Glasflusses stellt dabei eine reizvolle Verbindung mit dem silbrigen Glanz des Zinns dar.