Sonntag, 10.Februar.2019 bis 28.04.2019
Ausstellung
EI-NFACH SCHÖN!
Ostereier aus der Sammlung Georgine und Pavel Hovorak

Kaum eine Form der Natur scheint so einfach und unspektakulär zu sein zu sein wie das Ei; doch zeigt sich bei näherer Betrachtung, wie unglaublich perfekt diese ist und wie schwer es ist, sie künstlich nachzuahmen. Zugleich wurde es schon früh mit einer Symbolik - Fruchtbarkeit und Neubeginn des Lebens - verbunden. So wundert es nicht, dass sich schon in der Frühzeit und Antike erste künstlerische Bearbeitungen des Eis finden.

Die Faszination für das bemalte Ei hält sich bis heute. So sammelten auch das Ehepaar Georgine und Pavel Hovorak von 1980 – 2017 rund 3.000 Eier unterschiedlichster Techniken und Materialien.

Sammlungsschwerpunkt bilden Natureier, die mit kunstvollen Malereien, Zeichnungen, Batiken, Fräsungen und Applikationen geschmückt sind. Dabei sind sowohl traditionelle Objekte mit (klassischen) österlichen Motiven vorhanden als auch solche, bei denen das ovale Medium künstlerisch vollkommen frei und modern bearbeitet wurde.

Neben den Natureiern finden sich ebenso zerbrechliche Exponate aus Porzellan und Glas. Kunstvolle asiatische Eier in Cloisonné-Technik, aufwendig geschnitzte Holzeier, russische Ikoneneier in Matrojschka-Technik und aus Mineralien und Edelstein geschliffene ovale Schönheiten ergänzen die Sammlung.


Freitag, 18.Januar.2019 bis 24.03.2019
Ausstellung
7. EUROPÄISCHE QUILT-TRIENNALE 2018

Die Quilt-Triennale besitzt auf dem Sektor zeitgenössischer künstlerischer Quilts ein Alleinstellungsmerkmal. Alle drei Jahre ruft das Textilmuseum Max Berk einen internationalen Wettbewerb aus, an dem sich zahlreiche Quiltkünstlerinnen beteiligen. 2018 wählte die namhafte Jury aus Deutschland, England, Frankreich und Schweden von 161 Einsendungen 41 Exponate aus 11 Ländern für die Ausstellung aus.

Aktueller denn je präsentieren sich die Künstlerinnen mit ihren Arbeiten in diesem Jahr. Gesellschaftspolitische Themen, persönliche Erfahrungen ebenso wie künstlerische Prozesse werden auf Stoff umgesetzt und bieten ein breites inhaltliches Spektrum. Auch die verschiedenen Techniken geben einen spannenden Einblick in die derzeitige europäische Quiltszene.

Prämiert wurde die jüngste Teilnehmerin, Malou Cecille van Draanen Glismann, mit gerade einmal 17 Jahren für ihren Quilt „Albtraum“ mit dem Nachwuchspreis. Die junge Künstlerin beeindruckt mit einer überzeugenden Zukunftsvision und einem starken Umweltbewusstsein. Weiter erhielt Urte Hanke bereits zum zweiten Mal in Folge den Preis für Innovationen im großen Format für ihre Arbeit „Linear“. Mit Judith Mundwiler aus der Schweiz gewinnt eine der innovativsten und experimentierfreudigsten Künstlerinnen den diesjährigen Doris Winter-Gedächtnispreis mit dem Quilt „Netzwerk im Fluss der Zeit“.

Die ausgestellten Quilts präsentieren eine große thematische Spannbreite und regen zum Staunen und Nachdenken an.


Freitag, 6.Oktober.2017
seit dem 6.10. zu sehen: Die Neukonzeption der Dauerausstellung!
ZINN UND GLAS - WIE SCHÖN IST DAS!

Zinn und Glas – eine im Jugendstil kaum wegzudenkende Begegnung zweier Materialien, die in unterschiedlichster Kombination in der Gestaltung zahlreicher Objekte Anwendung fanden.

Bei sogenannter „Fassware“ ersetzt das Glas (oder auch Keramik) Teile des Metalls, etwa als Einsatz bei Vasen, Jardinieren, Schalen oder Tintenfässern. Neben dem rein funktionalen Aspekt verleiht diese Verbindung dem Zinn eine größere Leichtigkeit, nimmt ihm die kompakte Schwere und erlaubt ein größeres Spiel mit der Linie. Das Glas, häufig handelte es sich um (geschliffenes) Kristallglas, tritt bei diesen Entwürfen zugunsten des Metallentwurfs zurück.

Bei anderen Ausführungen, wie der Firma Orivit, Köln, präsentieren sich Glas und Zinn in gleichwertiger oder sogar umgekehrter Kombination: Kunstvolle Bunt-, Kristall- oder Überfanggläser werden vom oft vergoldeten Zinn in filigranen Linien gleichsam umarmt. Bei einigen Objekten rückt das Metall fast ganz in den Hintergrund und bildet lediglich den Boden oder die Henkel.

Ergänzend in der Ausstellung präsentiert werden auch Zinnobjekte mit Emailledekor, darunter Objekte von Archibald Knox für Liberty & Co., London. Die strahlende Farbigkeit des Glasflusses stellt dabei eine reizvolle Verbindung mit dem silbrigen Glanz des Zinns dar.