Sonntag, 4.Februar.2018 bis 01.07.2018
Von Schmetterlingen und Drachen - Textile Schätze südchinesischer Bergvölker
Kleidung hat in allen Kulturen eine große Bedeutung: Sie offenbart eine Volks-, Stammes- oder Gruppenzugehörigkeit oder ist Ausdruck einer internationalen Modeströmung. Kleidung sagt nicht nur etwas über die gesellschaftliche Stellung des Trägers aus, sie kann ebenso ein Zeichen von Individualität und persönlicher Abgrenzung sein.

Die Ausstellung präsentiert traditionelle chinesische Textilien und zeigt beeindruckende Fotografien von Friedhelm Petrovitsch, die diese lebendig machen. China blickt auf eine jahrhundertelange textile Tradition zurück. Speziell die kunstvollen Arbeiten der südchinesischen Bergvölker sind aufgrund ihres Formen- und Materialreichtums besonders prächtig und farbenfroh gestaltet.

Die ausgestellten Stücke sind dabei so facettenreich wie die Bergvölker selbst: Neben traditionellen Gewändern und Schürzen werden auch Festkleider und Schmuckdecken gezeigt. Der textile Dekor reicht von handbestickten Bordüren über paillettenbesetzte Kopfbedeckungen hin zu gestickten Motiven aus Flora und Fauna. Die zahlreichen Drachenmotive auf verschiedenen Kleidungsstücken sind dabei häufig der chinesischen Mythologie entlehnt. Die fantasievolle Gestaltung der Textilien spiegelt die Kreativität und Leidenschaft der Bergvölker Südchinas auf eine ganz besondere Weise wider.

Dank des Engagements von Sammlern wie Friedhelm Petrovitsch, der ca. 50 Exponate zeigt, Ferdinand Aichhorn (Textil-Kunst-Galerie Salzburg) und Wang Lan (Berlin), werden die textilen Schätze der südchinesischen Bergvölker nicht nur bewahrt, sondern Kulturinteressierten in Museen zugänglich gemacht.

Die Ausstellung wird unterstützt vom Generalkonsulat der Volksrepublik China in Düsseldorf, dem Konfuzius Institut Düsseldorf und der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Düsseldorf.


Freitag, 6.Oktober.2017
seit dem 6.10. zu sehen: Die Neukonzeption der Dauerausstellung!
ZINN UND GLAS - WIE SCHÖN IST DAS!

Zinn und Glas – eine im Jugendstil kaum wegzudenkende Begegnung zweier Materialien, die in unterschiedlichster Kombination in der Gestaltung zahlreicher Objekte Anwendung fanden.

Bei sogenannter „Fassware“ ersetzt das Glas (oder auch Keramik) Teile des Metalls, etwa als Einsatz bei Vasen, Jardinieren, Schalen oder Tintenfässern. Neben dem rein funktionalen Aspekt verleiht diese Verbindung dem Zinn eine größere Leichtigkeit, nimmt ihm die kompakte Schwere und erlaubt ein größeres Spiel mit der Linie. Das Glas, häufig handelte es sich um (geschliffenes) Kristallglas, tritt bei diesen Entwürfen zugunsten des Metallentwurfs zurück.

Bei anderen Ausführungen, wie der Firma Orivit, Köln, präsentieren sich Glas und Zinn in gleichwertiger oder sogar umgekehrter Kombination: Kunstvolle Bunt-, Kristall- oder Überfanggläser werden vom oft vergoldeten Zinn in filigranen Linien gleichsam umarmt. Bei einigen Objekten rückt das Metall fast ganz in den Hintergrund und bildet lediglich den Boden oder die Henkel.

Ergänzend in der Ausstellung präsentiert werden auch Zinnobjekte mit Emailledekor, darunter Objekte von Archibald Knox für Liberty & Co., London. Die strahlende Farbigkeit des Glasflusses stellt dabei eine reizvolle Verbindung mit dem silbrigen Glanz des Zinns dar.