Sonntag, 7.April.2019 bis 23.06.2019
SIMPLY DANISH. Silberschmuck des 20. Jahrhunderts
Die Ausstellung „Simply Danish“ präsentiert mit über 170 Silberschmuck-Objekten von zahlreichen dänischen Künstlern die Sammlung des Berliner Ehepaars Marion und Jörg Schwandt.

Am dänischen Silberschmuck ist abzulesen, wie stark die ästhetische Bewertung von Alltagsobjekten sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts verändert hat. Die Hinwendung zum unprätentiösen Silber und zu natürlichen Schmucksteinen beweist die Abkehr vom Materialwert eines Schmuckstücks. Nunmehr sind es außer den persönlichen Vorlieben künstlerische Kriterien, aus denen sich die Akzeptanz eines Schmuckobjekts ableitet.

Internationale Beachtung fand der dänische Silberschmuck durch die kontrastvoll ziselierten, naturhaften Motive der Jahre von 1900 bis 1925. Im Laufe der folgenden Jahre entwickelten sich die Ausdrucksformen weiter: Über die konstruktivistischen Darstellungen des Funktionalismus bis hin zu organischen, nicht gegenständlichen Formen seit 1945.

Das Spiel des Lichts auf den hochplastischen, dekorlosen Formen ist das zentrale Charakteristikum des dänischen Silberschmucks in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung findet unter der Schirmherrschaft des Konsulats von Dänemark in Köln statt.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der für 38 € an der Museumskasse zu erwerben ist.


Dienstag, 30.April.2019
Ab Ende April wieder zu sehen: Die Neukonzeption der Dauerausstellung!
Zinn und Glas - wie schön ist das!
IN NEUEM GLANZ
Neukonzeption der Dauerausstellung wird ab Ende April 2019 zu sehen sein!

Neu ergänzt wird diese nun durch Glasexponate aus der Sammlung „Beatrix und Axel Vater“ sowie zahlreiche Ankäufe aus den vergangenen zwei Jahren, die erstmalig den Besuchern präsentiert werden. Dank der großen Unterstützung seitens des Vereins der Freunde und Förderer des Kreismuseums Zons e.V. konnte das Museum seinen Bestand um hochwertige Stücke erweitern.


Zinn und Glas – eine im Jugendstil kaum wegzudenkende Begegnung zweier Materialien, die in unterschiedlichster Kombination in der Gestaltung zahlreicher Objekte Anwendung fanden.

Bei sogenannter „Fassware“ ersetzt das Glas (oder auch Keramik) Teile des Metalls, etwa als Einsatz bei Vasen, Jardinieren, Schalen oder Tintenfässern. Neben dem rein funktionalen Aspekt verleiht diese Verbindung dem Zinn eine größere Leichtigkeit, nimmt ihm die kompakte Schwere und erlaubt ein größeres Spiel mit der Linie. Das Glas, häufig handelte es sich um (geschliffenes) Kristallglas, tritt bei diesen Entwürfen zugunsten des Metallentwurfs zurück.

Bei anderen Ausführungen, wie der Firma Orivit, Köln, präsentieren sich Glas und Zinn in gleichwertiger oder sogar umgekehrter Kombination: Kunstvolle Bunt-, Kristall- oder Überfanggläser werden vom oft vergoldeten Zinn in filigranen Linien gleichsam umarmt. Bei einigen Objekten rückt das Metall fast ganz in den Hintergrund und bildet lediglich den Boden oder die Henkel.

Ergänzend in der Ausstellung präsentiert werden auch Zinnobjekte mit Emailledekor, darunter Objekte von Archibald Knox für Liberty & Co., London. Die strahlende Farbigkeit des Glasflusses stellt dabei eine reizvolle Verbindung mit dem silbrigen Glanz des Zinns dar.